mich bei diesem Schritt. Helene, geb. Ölhafen, mein treff-liches Weib, das noch heute meine sich neigenden Jahre betreut,war die Tochter eines älteren Fakultäts- und Amtskollegen zuZwickau im Königreich Sachsen, und auf die Gefahr hin, daslächeln des Lesers hervorzurufen, will ich nur gestehen, dassder Vorname'des frischen Kindes, Helene, dieser teuere Laut,bei meiner Wahl nicht die letzte Rolle spielte. Bin solcherName bedeutet eine Weihe, deren reinem Zauber man nicht seineWirkung verwehrt, sollte auch das Äussere der Trägerin seinehohen Ansprüche nur in bürgerlich bescheidenem Mass, und auchdies nur vorübergehend, vermöge rasch entweichenden Jugendrei-zes erfüllen. Auch unsere Tochter, die sich längst einem bra-ven Manne, Prokuristen an der Filiale der Bayerischen Effek-tenbank in Regensbürg, verbunden hat, haben wir Helene ge-nannt. Ausser ihr schenkte meine liebe Frau mir noch zweiSöhne, so dass ich die Freuden und Sorgen der Vaterschaftnach Menschengebühr, wenn auch in nüchternen Grenzen erfahrenhabe. Etwas Berückendes, das will ich nur zugeben, war zukeiner Zeit an keinem meiner Kinder. Mit einer Kinderschön-heit wie dem kleinen Nepomuk Schneidewein, Adrians Neffenund seiner späten Augenweide, konnten sie es nicht aufnehmen,
- ich selbst bin der letzte, es zu behaupten. - Meine beidenSöhne dienen heute, der eine auf zivilem Posten, der anderein der bewaffneten Macht, ihrem Führer, und wie überhauptmeine befremdete Stellung zu den vaterländischen Gewalteneine gewisse Leere tun mich geschaffen hat, so ist auch der Zu-sammenhang dieser jungen Männer mit dem stillen Elternheim nurlocker zu nennen.
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