terHoher Knabe mit groesstem Anspruch auf Maennlichkeit und ha-be in ihrem Lehen den wilden Freier gebaendigt mit unglaublichfesthaltender Hand. Wie sie da, fluesterte sie, heiliger Vater.’den Geliebten, den Einzigen, den sie habe lieben koennen undmuessen, zum Gatten genommen und mit ihm in Ehewonne gelebt habedrei Jahre lang, ihm auch eine Tochter geboren, weiss und apfel-rot, und spaeter noch eine, ihm gleich und ihr. Wie durch dasAuffinden der Tafel, schluchzte sie, sich ihr die Einerleiheitvon Kind und Gatte fuerchterlich enthuellt hatte und ihr vorSchrecken die Seele in Amacht gefallen war, aber nur komoedianti-scher Yfeise; denn obenauf stelle die Seele sich an und mache einWesen von teuflischer Taeuschung, die ihr angetan, tief untenaber, wo still die Wahrheit wohne, da habe es gar keine Taeuschunggegeben, vielmehr sei ihr da die Einerleiheit bekannt gewesengleich auf den ersten Blick, und unwissentlich-wissend habe siedas eigene Kind zum Manne genommen, weil es der einzig Ebenbuer-tige wieder gewesen. Da habe er es, das Letzte sei damit einge-standen, denn unwuerdig waere sie des paepstlichen Ohres, wennsie nicht ohne Hinterhalt die Fickfackerei ihrer Seele gestaende.Nun moege er zornrot die Haende heben, zu Faeusten geballt, undsie verfluchen zum Hoellenrost; das waere ihr lieber, als vorGott und dem Papste luegnerisch einzubehalten, dass sie heimlichalles gewusst und ihre Seele sich bei der Entdeckung nur ange-stellt habe.
Sie schwieg. Es gab ein Schweigen. Sie sagte noch:
"Ihr habt meine Stimme lange gehoert, Papst Gregorius.
Nun werde Ich gleich auch die Euere wieder hoeren."
Sie hoerte sie wieder, wenn auch nicht vollen Tones; denner sprach gedaempft wie der Priester im Beichtstuhl:
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