ihres grauen Kleides«
"Ich will auch. Stultitia und Humilitas mitnehmen", fuhrSibylla fort, "und ihm die unselig-unschuldigen Fruechte meinerTodschande vor Augen stellen, um fuer Humilitas vielleicht diekristliehe Taufe von ihm zu erlangen, trotz ihres Vaters Grigors3maennlichem Verbot» Papst Gregor soll ja so grosszuegig sein mitder Taufe und hat sie selbst den vielweiberischen Muselmanen undall ihrer Brut bewilligt, wie man ueberall hoerte» Dich aber, soist’s bei mir ausgereift, will ich derweilen hier uebers Asylumsetzen, dass du es eigenmaechtig betreust, bis ich wiederkomme,verdammt oder geloe3t• ,,
"Liebe Frau", antwortete Gudula, "Ihr solltet mich lieberauch mitnehmen, damit ich dem Herrn Papst meine alte Lustsuendebeichte mit dem Gaukler und er ihre Schwere abwaegt gegen GottesGnadei"
"Ach, Gudula", erwiderte ihr Sibylla, "der Papst wuerdelaecheln ob deiner Beichte und wuerde belaecheln, dass du deswe-gen zum Stuhle Petri kommst! Das mit dem Gaukler war ja eineLapperei; es ist meiner Meinung nach laengst schon abgebuesst,und dein Sohn Penkhart ist ein so vortrefflicher Junge. Er sollmein Briefbote sein, wenn ich nun schreibe nach Rom. Ich binkeine Fuerstin mehr, und es ziemt sich nicht, dass ich an denHerrn Papst persoenlich schreibe. Aber ich war eine Fuerstinund weiss den Geschaeftsgang» Ich will an den NomenculatorSeiner Heiligkeit schreiben, das ist sein conseiller, musst duwissen, in Gnadensachen, Muntwalt der Pupillen und Witwen undaller Bedraengten, an den man sich wendet, wenn man vom Papsteetwas zu bitten hat. Ihm will ich schreiben, ich stuende imMittelpunkt einer Geschichte von abnormer Suendhaftigkeit. Von