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Der Erwählte : Roman
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er ist durch den Teufel, dessen Dienst er dann wohl in umgekehr-ter Reue wieder aufnimmt. Darum ist's grosse Politik, dass Gnadevor Recht gehe; denn sie schafft im geistlichen Leben das rechteMass, durch welches der Suender gerettet und der Gute bestaendigerhalten wird, damit die Ehre Gottes maechtig emporwachse im roe-mischen Reich.

Wen haetten solche Lehren wohl nicht erfreuen sollen? Sieerfreuten alle, nur ausgenommen einige Rigoristen, die aber eineihm eigentümliche Autoritaet in Schach hielt. Er war auch sehrschoen zu sehen, wie Kinder der Suende, aus welchem Grunde immer,es oefters sind, ein herrlicher Mann.

"Der", sagt der Sprichwort,wird gern gehoert, den manliebt." Und er wurde geliebt bis nach Perser- und Thrakerland,weil man ihn gernehoerte. Seiner erstaunlichen Auskuenfte wegenhiess er "Das apostolische Orakel"; aber um seiner Lindigkeitwillen wurde er "doctor mellifluus" genannt, das ist: "Der Leh-rer, welcher von Honig fliesst."

P enkhart

Seine Mutter, seine Base, sein Weib, die hatten nur einenLeib, und der war nun bejahrt mit harten Jahren und war schwachworden an Kraeften und Farbe, so hatte sie sich in Reue und Mueh-sal gekleidet all die Zeit und unablaessig das Wasser der Demutgetrunken. Was der Buhlsohn ihr auferlegt, bevor er aus ihremLande schied und auf Bussfahrt ging, das hatte sie mit Leib undGut und harrendem Sinne ganz geleistet, viele Jahre lang, mehrals zwanzig, wo sie doch, als er schied, schon achtunddreissiggewesen war*

Er war dazumal noch recht jung gewesen, und haette es in

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