und Asiens sich heftig erbitterten. Eine Gesandtschaft aus Kar-thago, die wegen irrigen Gebrauchs seiner Machtvollkommenheitbei ihm vorstellig wurde, wies er zurueck, ja lockerte schonden Bannstrahl gegen den in dieser Sache ganz ungebaerdigen Primasvon Afrika. Fast waere es deswegen zum Schisma gekommen, wennGregor nicht gerade damals durch ein sehr heiliges Wunderkunst-stueck, wie Moses solche vor Pharao vollfuehrte, bewiesen haette,dass Gott auf seiner Seite sei. Durch blosse Beruehrung naemlichfuegte er die von Petrus getragenen Ketten, den j erusalemisehenund den roemischen Teil, zum Ganzen zusammen, sodass sie nun eineeinzige Kette von achtunddreissig Ringen bildeten. Daher stammtdas Fest Petri Kettenfeier, das ja nicht ohne Wurzel und Ursprungsein kann und also das Protokoll jener Tat beglaubigte
Damit schlug er manches Murren ueber Laesslichkeit niederoder kam ihm zuvor. Und doch gab es Solche, die behaupteten,er wolle unvergahbare Suer.den vergeben, wie Ehebruch und Hurerei.Das traf nicht zu. Er verordnete dergleichen Schaechern schonrecht schwere Bussen., nur keine allzu schweren; die liebte ernicht und war dagegen^ Er selbst war durch aeusserste Bu33e ge-gangen und von Gott zum hornigen, filzigen kleinem Geschoepf undErdsaeugling herabgesetzt v/orden, aber er war der Meinung undwies alle Beichtiger und geistlichen Richter an, sie zu teilen,dass man dem Suender mit sanfter Busse seine Beschwernis verrin-gern solle, so dass ihm die Reue suess sei. Das Recht ist vonschwieliger, harter Hand, die Fleischeswelt aber bedarf einerzwar festen, doch weichen. Will Einer den Suender zu eifrig ver-folgen, so stiftet er leicht mehr Schaden, als Heil. Denn legtman dem Gnadensucher zu jaehe Busse auf, so mag er davor verza-gen, es nicht ertragen, und Gott wieder entsagen, verwoehnt wie
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