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Sache der moslemitischen Bekehrten im Lande Kanaan, die in allerTreuherzigkeit mit ihren vier Frauen, ein jeder mit vieren nebstderen Kindervolk, zum Taufstein gekommen waren. Konnten die,umGottes willen, denn Kristen werden? Dies bereitete, so sagtesein Kaemmerling, dem Papst eine schlaflose Nacht. Dann aberbesann er sich auf Abraham und die anderen Vaeter, die unterJahwes Augen nicht anders, als die Tuerken gelebt hatten. Erstand auf und diktierte dem Schreiber die Antwort: Im Evangeliumselbst, geschweige denn in den Buechern des Alten Bundes, lassekein Wort sich finden, das die Vielweiberei ausdruecklich ver-boete. Da offenbar den Heiden nach ihren Kultgesetzen eine Mehr-zahl von Frauen rechtmaessig zustaende, so sollten sie sie auchals Kristen nach dem Vorbild der Patriarchen behalten duerfen.Unweise wuerde es sein, ihnen die Konversion ohne Not zu er-schweren, und menschliche Konflikte waeren unvermeidlich, wennman ihnen auferlege, j e eine nur ihrer Frauen ins neue Leben mit-zunehmen, die anderen aber und ihre unschuldigen Kinder in dieFinsternis zurueckzustossen, wodurch die Kirche vieler Seelenverlustig gehen wuerde. Unter diesem Gesichtspunkt sei die Mis-sion zu handeln angewiesen. Gegeben zu Rom, fruehmorgens, imLateran. Gregorius, P.M, m.p.
Welches Aufsehen schuf das! Es reichte bis zu den Thrakernund Skythen. Waere nicht seine Strenge gegen Simonisten, Haere-tiker und halsstarrige Leugner des Primats gewesen, so haetteman ihn der Laesslichkeit beschuldigt* Und wiederum aber leiste-te er dieser Beschuldigung Vorschub, indem er, ein fuer allemal,die Taufe eines aus der Haeresie zur Kirche Uebertretenden, weilsie doch im Namen Christi gespendet sei, fuer gueltig erklaerteund die Wiedertaufe verwarf, worueber mehrere Bischoefe Afrikas288