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Der Erwählte : Roman
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klaerung Sankt Peter, erlaeuterte er, sei, wie man wohl wisse,von oben bis unten aus dem Material des Cirkus des graeulichenKaisers Caligula erbaut worden und bestehe also sozusagen ganzund gar aus, Schmach und Schande, - geheiligt nur durch das GrabUnd durch den Geist, indem man dort anbete* Auf den Geist kommees an# Haetten die Einfaeltigen frueher den Daemonen Stiere ge-schlachtet, so solle man sie weiter schlachten und essen lassen,nur jetzt zur Ehre des alleinigen Gottes.

Was kamen nicht alles fuer Fragen vor ihn! - und alle beant-wortete er auf denkwuerdige Weise. Sie fragten ihn, ob Kranke,ohne Almosen zu bezahlen, in den Fasten Fleisch essen duerften.Sie duerften es, gab er Auskunft; zuweilen gehe die Notwendigkeitvor dem Gesetz. - Sie fragten ihn, ob ein Bastard Bischof werdenkoenne« Er^koenne es, ja, erwiderte er. Das hergebrachte Rechtverbiete es zwar, das sei billig zu wissen, wenn man legem stu-diert habe; wenn aber der Unechte ein rechter Mann sei, frommund von festhaltender Hand, wenn die.Umstaende zwingend und dieWaehler einig seien, so tue es dem Rechte nur wohl, wenn es eineAusnahme erleide. - Ein Moench zu Genf hatte es mit der Chirurgieund schnitt, wo er konnte. Einer Baeuerin schnitt er den Kropfheraus und legte ihr Bettruhe auf. Statt dessen arbeitete sieund starb. Durfte der noch seine priesterliche Funktion ver-sehen? Ja, sprach Gregor. Zwar sei es nicht ganz zu billigen,dass ein geistlicher Mann derlei Handwerk treibe, doch nicht ausGeldgier, sondern aus Menschlichkeit, Liebe zur Kunst und Verab-scheuung des Kropfes habe er gehandelt, ausserdem Vorschriftenvon aerztlicher Umsicht gegeben, fuer deren Verabsaeumung ernichts koenne. Darum solle er, wenn er sich nur einer leichtenBusse entledigt, wieder Messe lesen. - Hoechst aufregend war die

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