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Der Erwählte : Roman
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Das beruehmte Rom empfing ihn mit Jauchzen, - teilweiseauch, wie es menschlich ist, weil nun, da er angelangt war,voraussichtlich die uribaendigen Glooken bald zum Stillständekommen wuerden. Er naeherte sich, so bin ich unterwiesen, mitseinem Anhänge auf der nomentanisehen Strasse, an deren vierzehn-tem Meilenstein der Ort Nomentum gelegen ist, ein Bischofssitz,Bis dorthin schon hatte man ihm die Kreuze und Fahnen der Basi-liken Roms entgegengetragen, und alle Raenge des Volks, denKlerus, den Adel, die Zuenfte des Buergerstandes mit ihren Ban-nern, die Scharen der Miliz, die Schulen der Kinder, Palmen- undOelzweige in den Haenden, fand er zu seiner Bewillkommung aufge-reiht, Mit ihren Laudes mischte sich das ferne Erzgetoen, inwelches die Ortsglocke von Nomentum ohne menschliches Zutun ein-stimmte. Man tat ihm Meldung von dem Wunder, und er freute sichherzlich der Ehrung. Da es schon dunkelte, verbrachte er dieNacht in des Bischofs Hause, und erst am Morgen hielt er in langhinwallender und liederreicher Prozession seinen Einzug in dieStadt* Nicht durch das nomentanische Tor, so liest man, zog erein, sondern zog laengst den Mauern hin und dann ueber die mil-vische Bruecke, um so zum Aposteldom zu gelangen. Himmelaufschwang sich da aus Vieltausend weit klaffenden Muendern derLobgesang:

"Ihr Voelker jubelt allzumal,

Judaea, Rom und Graecia,

Aegypter, Thraker, Perser, Skythen,

Ein Koenig herrscht ob allen ]' 1Das war er, des Abtes Fundkind, der Saeugling des Steines,der ueber all diese bunte Notdurft der Erde als Koenig gesetztwar, und dem, waehrend er die gestreckten Marmorstufen zum282