moegen; denn er fuehrte das Schandkind, den Mann seiner Mutter,seines Grossvaters Eidam, seines Vaters Schwacher, seiner Kin-der graeuliches Geschwister auf Petri Stuhl und war, das begreifeich, von seiner Unbegreiflichkeit so bewegt, dass diese Bewegt-heit sich umsetzte in das selbsttaetig-gewaltige Pendeln undKloeppeln aller Glocken der sieben Sprengel* Der hehren Plageaber, die grosse Nachfrage nach Baumwolle und, wie es schon zu-geht, preistreibende Zurueckhaltung der ¥/are vonseiten der Haend-ler zeitigte, mochte die populatio entnehmen, dass ein Papst vonausserordentlicher Heiligkeit im Anzuge sei.
Er zog durch die Kristenheit auf weissem, mit Purpur gedeck-tem Tier, das Antlitz vom Barte geklaert, in maennlicher Schoen-heit, und taeglich wuchsen, die ihn auf der Fahrt umgaben, anZahl; denn viele Kirchenhaeupter, Grafen und einfach Solche, dievon Pilgerlust ergriffen, der Kroenung und Huldigung beiwohnenwollten, schlossen sich unterwegs seinem Zuge an. Der Ruhmeines grossen Buessers, der siebzehn Jahre auf einem Steineverbracht und nun von Gott auf den Tron der Trone erhoeht wer-de, eilte ihm voraus, und ueberall auf den Strassen lagen dieKranken und Bresthaften in Menge, von seiner Beruehrung oder nurvon seinem Wort oder Blick Genesung erhoffend. Die Geschichteweiss, dass Viele so von ihren Leiden erloest wurden, - manche,mag sein, durch einen seligen Tod, wenn sie naemlich bei allzuvorgeschrittener Bresthaftigkeit sich von ihren Betten geschlepptund auf die Strasse gelegt hatten. Andere aber, die an seinenSaum gestreift hatten, oder, wenn auch nur von fern, seinesSegensgrusses teilhaftig geworden waren, warfen Kruecken undBinden weg und verkuendeten lobpreisend, sie haetten sich niefrischer gefuehlt.
281