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Der Erwählte : Roman
Entstehung
Seite
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obgleich ihm, als dem Beleibteren, der Aufstieg recht sorgenvollbevorstand. In Wahrheit war das ein Ding, viel leichter gesagtals getan fuer Leute von ueber Fuenfzig. Der Fischer konntewohl anlegen und festmachen; er konnte auch in bemuehtem Versu-chen, Misslingen und endlichem maessigen Wohlgelingen seine Haken-leiter anhaengen an zwei Felsnasen droben, bis zu denen siereichte, sodass sie, von der nicht vollkommen senkrechten Wandetwas abstehend, einen schwanken, aber leidlich sicheren Treppen-stieg bot. Bekannt ist aber, dass sie mitnichten ganz hinaufbis zur Platte fuehrte, und die Aufgabe, seine Gaeste nicht nurueber ihre Sprossen, sondern weiterhin ueber das zusaetzliehenackte Stueck Fels zu bringen, erwies sich dem ohnedies hoffnungs-losen Fischer in Wirklichkeit nicht etwa als leichter, sondernals schwieriger noch, als er sie sich immer schon vorgestellt.

Alle drei band er mit seinem Strick zusammen und ordnete denAufstieg ueber die schwanke Leiter so, dass er voranklomm, Libe-rius ihm folgte und der Anicier den Schluss machte. Schwer hatteder suendige Mann, vom Glauben nicht gestaerkt, zu ziehen und zustemmen, schon auf den Sprossen und mehr noch, als sie endetenund auf dem letzten Stueck des Steines bis zur Hoehe dem Fusskein vorgegebener Tritt und Schritt sich mehr bot. Mit seinerSpitzhacke versuchte er manchmal den ihm Nachkletternden im Ge-stein einen kuemmerliehen, mehr nur angedeuteten Stufenhalt zuschaffen. Sie nutzten ihn keuchend mit Hand und Fuss so gut siekonnten. Von Atem kurz und in Schweiss trotz der Kuehle kamensie, nach dem Einen der Andre, oben an, erkrochen die Kegelplatte,richteten sich auf, zwangen ihre Augen umherzublicken, - derFischer tat es nur matt und unerwartend, die Herren aber begie-rig, mit aufgerissenem Blick.