"Du grosser Gott*', sprach die Frau, faltete die Haende,und zwei klare Traenen rollten ihr die Wangen hinab.
Darauf verstummten sie wieder gaenzlich und sahen nur reg-los und unverwandt der Annaeherung der Fremden zu.
"Drei Reiter und ledig ein Tier", sprach heiser der Mannnach einer Weile*
"Und ledig ein Tier !' 1 wiederholte die Frau und faltete enger
die Haende, Sie hob sie hoeher vor ihr Gesicht und setzte hin-»
* zu:
"Ledig und weiss".
So war es: Zwei ritten, als Platz genug dazu war, neben ein-ander voran, den Dritten hinter sich lassend. Das war einKnechtj sein Maulpferd war bepackt, es standen ihm pralle Saeckezu beiden Seiten. Er fuehrte aber ein viertes Tier, unbepackt,am Kopfzeuge mit daher, und das war weiss wie auch sein Sattelund Zaum. Die Herren vor ihm ritten auch gute, hochbeinigeMaeuler, wohl gezaeumt und gesattelt. Es waren aeltere Herren,verschieden von Wuchs, der eine kurz, der andere lang. Sie warenin Reisemaentel gehuellt, mit Kapuzen* Sie hielten an, dichtvor den entgeisterten Eheleuten, die sie nur mit offenen Muendernanstaunten und sich zu neigen vergassen. Der kuerzere von denHerren bot ihnen den Abendgruss und fragte dann, zum Manne ge-wandt :
"Freund, ist dies eine Einoede?"
"Zu dienen, ja, eine Einoede", belebte sich der«
"Eine vollkommene Einoede?" fragte der Lange und sah denFischer tiefen Blickes an* indess ihm ein Mundwinkel schwerund gottergeben hinabhing.
"Man kann es nicht leugnen, Herr. Diese Huette steht in
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