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Saeulen woanders hergenommen waren, und zu Fuessen der Treppewartete auf dem Platz des Presbyters eigene Saenfte* Ja, alsProbus die seinige verliess, sah er seinen Freund selbst, nochmit den Anlegen seines Umhanges besehaeftigt, au3 dem Hause tre-ten und die Stufen hinuntersteigen. Betroffen blieb er auf hal-bem Wege stehen, als er Probus gewahrte, - ein hoher und schoenerMann, ergraut, mit der gewoelbten Oberlippe des Roemers, sinnen-den dunklen Augen und einen Munde, der seinen eigentuemlichen,schmerzlieh-frommen Ausdruck durch das Herabhaengen des einenWinkels - nur des einen - gewann. Faltonias Gatte war viel klei-ner als sein geistlicher Freund, auch etwas feist, wie mir beidieser Gelegenheit auffaellt, mit kugelrunden Augen von Kastanienfärbe und Brauenbogen darueber, deren Schwaerze scharf gegen dasSchneeweiss seines dichten Haupthaares abstach.
"Du hier, Probus?" sagte der Praelat mit Erstaunen, indemer dem Hinaufsteigenden mit ausgestreckter Hand weiter entgegen-kam. Wisse, dass ich mich eben zu dir auf den Weg machen wollte,und zwar aus gewichtigen Gruendenl"
"Das trifft sich eigentuemlich, mein Liberius", antworteteder Anicier. Sei aber gewiss, dass die Beweggruende, die michzu dir treiben, den deinen an Dringlichkeit zum mindesten nichtnachstehenJ"
"Ich kann es kaum glauben", versetzte der andere, wobei seineAugen sich verdunkelten und sein einer Mundwinkel sich noch schwerer hinabsenkte. "Aber komm, lass uns hineingehen, lass uns lnmeinem Zetas estivalis niedersitzen, dessen Kuehle und Stille un-serem Austausch guenstig sein werden."
Dieses luftige und angenehme Gemach war im Obergeschoss desHauses nahe dem Speisesaal gelegen, und die Freunde betraten es