schlappte es aus, so wenig es war, nur ein paar Loeffel voll,und leckte wahrlich den Grund des Gruebchens noch ab, als esleer war. Der Trank schmeckte zuckerig-leimig, nach Staerkeetwas, etwas wuerzig nach Fenchel, dazu metallisch nach Eisen*Gregorius hatte gleich das Gefuehl, dass durch ihn dem Durstenicht nur, sondern auch dem Hunger Genuege geschah und zwar ueber-raschend gruendlich. Er war satt* Leicht stiess es ihm auf, undetwas von dem Getrunkenen floss ihm aus dem Munde wieder hervor,als sei das Wenige schon zu viel gewesen. Er fuehlte sein Ge-sicht ein wenig gedunsen, eine roetende Waerme stieg in seineWangen, und als er zu seinem ersten Platz am Rande des Steineskriechend zurueckgekehrt war, fiel er, den Kopf auf eine niedrigeStufe des Felsens gelegt, wie ein Kind in Schlaf*
Nach einigen Stunden erwachte er von leichtem Bauchgrimmen,das ihn verdriesslich die gefesselten Beine regen Hess, undueber das er wohl haette greinen moegen. Es verging jedoch bald,und Hunger spuerte er nicht. Nur aus Neugier begab er sich gegenAbend noch einmal zu der Hoehlung inmitten der Platte. Auf ihremGrunde hatte sich wieder etwas von der Fluessigkeit angesammelt:nicht mehr, als dass sie nur duenn den Boden bedeckte. Dochliess sich wohl ausfigurieren, dass, wenn es mit der sickerndenErneuerung im selben Masstabe weiterging, ueber Nacht die Muldesich wieder gefuellt haben wuerde*
So geschah es auch, und am neuen Tage staerkte Gregor sichneu mit dem Sud, schleckte alles aus bis zu waermlicher Schlaef-rigkeit, denn hatte er waehrend der Nacht sehr bitter unter derKaelte gelitten und nicht gewusst, wohin er sein armes Bettler-hemd ziehen und wie darin Zuflucht finden sollte, so half # demder Steinsaft fuer mehrere Stunden ab, rein durch die Saettigung,
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