nicht viel wagen vor ihm, indem er es an Erbarmekeit fehlenlaesst, denn leicht kann Er dir die Fische entziehen, dass dunichts ins Dorf zu Markte zu bringen hast» Wir taeten besser,den Armen zurueckzurufen."
"Gewaeschl” sprach der Fischer. ''Hast du wohl einen Narrengefressen an seinen waetlichen Gliedern im Bettlersack, an demTagedieb suess und jugendlich, und moechtest mit ihm buhlen,Ehebrecherin, luesternes Mensch?"
"Nein, Mann", erwiderte die Frau, "Sonderbar war mir frei-lich zu Mute bei seinem Anblick, aber ich glaube nicht, dass esGeilheit war, was mir die Augen feucht machte dabei. Sein Bett-lersack, das ist wahr, hatte so was von Huelle, und mir will’snicht geheuer werden, dass wir ihn verstiessen. In dem Armen,sagt man, wird der Herre Krist gespeist, und mit Ehrfurcht,heisst es, soll man ihm begegnen, je weniger man weiss, wen manvor sich hat, und wer sich im Sacke zu unserer Pruefung verbirgt.Als er vom Backenstreich sprach, da wurde mir nun schon ganz,ganz anders. Wahrlich, ihn zurueckzurufen solltest du mir er-lauben l”
"Ei, so lauf und hol ihn, dass er bei uns naechtigt", sagteder Mann, dem es nun auch etwas aengstlich wurde. "Dass ihn imWalde die Woelfe fressen, will ich im Grunde so wenig wie du."
Also lief sie, den Rock ueber dem Kopf, durch den Regen,holte den Fremden ein, neigte sich und sagte:
"Bettler, mein Mann, der Fischer, hat sich eines andren be-sonnen und bereut seine unwirschen Worte. Er findet das Wetterzu arg fuer Euch, meint auch, dass es Woelfe gibt und will, dassIhr Obdach nehmt fuer diese Nacht in unserem Hause."
"Wie es sein soll, so sei es", antwortete Gregorius.
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