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Der Erwählte : Roman
Entstehung
Seite
218
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Auweh, eine schlechte Welt ist das, die so einen Unwerten undsonst noch so manchen Nichtsnutz duldet, an dem Gott nie Ehregewann, und der nur schmarutzt bei den Leutenl Weib, lass deindummes Gezisch! Wer sagt dir, dass der Spitzbube da, wenn ichihn behalte, und wenn wir schlafen, uns nicht um die Ecke bringtund sich mit dem Unsern davonmacht? Schaem du dich, Hallunck,deiner Kraft, die du willst paeppeln lassen von andren undhoechstens zur Meintat benutzen! Troll dich von hier sofort,oder ich mache dir Beine!"

''Genau so, Freund"., antwortete ihm Gregorius mit Sanftmut,"ganz so hatte ich gewuenscht, dass Ihr zu mir sprechen solltet.So muss ich es hoeren, und so hat Gott es Euch eingesagt* Haet-tet Ihr mir auch einen Backenstreich gegeben, das waere nochdienlicher gewesen, die Last meiner Suenden ein Weniges ^u ver-ringern. Ihr habt recht: ich darf kein Obdach erbitten, derHimmel ist mein Gewahrsam* Lebt wohl!" Und er wandte sich wegin den Regen, der zu fallen begann.

In der Stube aber, wohin sie vor dem Regen getreten waren,sagte des Fischers Frau bei dem Funzellicht;

"Mann, Mann, mir ist nicht wohl, mir ist garnicht zum Bestenbei deinem Gehaben gegen den Wanderer! Du hast eine Unrede ge-fuehrt gegen ihn und ein Schimpfen getan, dass es dich deineSeele kosten kann. Soll man so einen Bittenden aufnehmen, ersei gleich Krist, Tuerck oder Heide? Das war gewiss ein guter,gewaerer Mann, ich sah es ihm von den Augen ab, du aber hastnichts als grausame Schmaehung und Itewize fuer ihn gehabt, nunwiderwarte du nur, wie Gott dirs entgilt! Wenn jemand sichmuehsam erhaelt von Tag zu Tag, wie du es auf gut Glueck tunmusst mit der Fischerei, der sollte Gott vor Augen haben und