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Der Erwählte : Roman
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und Dachteln in mein Gesicht, dass die Wangen brennen, wenn ichder Meinung mich unterfinge1 Und also ists klar: Ihr teiltsein Geheimnis, Ihr wisst von dem Unglueck, um das er so buessendtrauert, wenn niemand ihn sieht, wisst alles und gebt Euch nureben die Miene nicht/'

Sibyllas Lippen waren etwas verzerrt, und eine Blaesse tratin ihr Gesicht, als sie ausrief:

"Von welchem Geheimnis faselst du, Elende, von welchem Un-glueck, und was soll ich wissen! Du redest irre!"

"Das leider nicht, teuere Frau» Mit diesen Augen sah ichihn eben noch in solchen Kummer gehuellt, dass es mir wahrlichans Herz griff.

"Wie waere das moeglich?" frug Sibylla und seltsam zucktees ihr in der Wange. "Welch Unglueck sollte den Herrn betroffenhaben, seitdem er mich Hess? Vor einem Stuendlein nur ging ervon mir wie ein froher Heidi"

"Das ist es ja, Suesseste. Wie ein Held geht er ein insein Eigen, und ein Suender, von Reue gebrochen, geht er wiederdaraus hervor."

"Nun hoere, Jeschute, es ist genug, und du schweigst 1Ich kenne dich, Weib, so ist's deine Art und war es immer, dassdu mich ansudelst mit Unrat des Maules und hast mir schon man-chen Aerger damit bereitet, wenn ich auch lachte. Nie bringstdu gute Nachricht, kraechzende Raebin, sondern verdriesslieheund verfaengliche zuzutragen, das freut dich. Besser waer es,du schwiegest, als dass du mir solche Luegen erzaehlst, in denenmir Schaden lauert» So schweige nun, ich befehl's."

"Ja, Edelste"* sprach Jeschute. "Ganz so. Ich schweige."

Es verstrich eine Weile. Sibylla schnatzte ihr Haar, obwohl

im