sehen, zu dem man aber, wenn man’s ersah, "Ei, eii" sagen möchteund "Wie denn das?" und "Dem muss man nachforschen unter der Hand,so entdeckt wohl das Herzchen was Kitzliches zu seiner Erregungund zieht es genussreich zu Tage." Dergleichen erspaehte sieglimmenden Blicks, indes ihr die Zunge zwischen den halb offenenLippen herumsprang. Mit der Herrin durfte sie manchmal schwat-zen, wenn sie das Ehebett aufschuetteite oder Feuer machte, zuen-gelte ihr Duemmstes und Unterstes vor aus dem gemeinen Leben, wo-fuer sie ein Lachen gewann, gab auch wohl an und urschelte Ver-botenes aus, dem sie auf die Schliche gekommen, ohne viel Dankdafuer zu haben, mehr nur um zu divertieren und aus der Lust etwanoch, die edle Unwissenheit ins Untere einzuweihen und sie einbisschen damit zu besudeln: Das Kopfschuettein und Erroeten derFrau, halb lachend, bei zusammengezogenen Brauen, das kitzelteihr das Herzj denn da die Edle ihr nicht das Maul verbot, soheuchelte sie wohl nur Widerwillen und hatte nichts dagegen,sich etwas besudeln zu lassen.
Jeschutens glimmende Neugier haette wohl Ursach gehabt, derHerrin selbst und ihrem geheimeren Leben ein wenig nachzuspitzeln,den Traenenspuren der Kuemmernis, die sie zuweilen an ihr er-lügt e. Die aber nahm die Geile sich nicht zu Sinn oder hoech-stens nur im Zusammenhang mit aehnlichen Erlugungen, die densuessen Herrn betrafen, Grigorss, den jugendlichen Gebieter;um den war ihre Neugier und ihr luesterner Zug zum Auffaelligen,dem man auf den Grund kommen musste, ganz anders beschaeftigt•
Um ihn strich sie herum auf Katzensohlen, in weitem Bogen, denFlederwisch in der Hand, und glupte nach ihm aus dem Augenwinkeloder glostete unter gesenkter Stirn hinter ihm drein, ins For-schen so gierig verloren, dass ihre Zunge nicht mehr herumsprang