Goettin, denn es ist eben doch sie, die da werkt, unter demSchutz und Schirm der Unwissenheit, und wenn nur ein Funken vonAnstand in ihr gloemme, muesste sie sich dann nicht empoeren ge-gen die Unwissenheit und ihr in den Arm fallen, statt mit ihr ge-meinsame Sache zu machen und kraft ihrer den Juengling zu er-maechtigen? Aus einem Gleichmut tut sie das, so bodenlos, dasser nicht nur der Unwissenheit gilt, sondern auch ihr selber. Ja,die Natur ist sich selbst einerlei, denn wie koennte sie sonstwohl zulassen, dass ihre eigene Richtung, Zeit und Zeugung sichverkehren und ein vom Weibe Geborener nicht vorwaerts zeugt inder Zeit, sondern zurueck in den Mutterschoss und sich Nachfahrenerweckt, denen, so zu sprechen, das Gesicht im Nacken sitzt?
Ein Pfui der Natur und ihrem Gleichmut! Freilich ist ein-zuraeumen, dass ohne diesen, und wenn die Natur der Unwissenheitsich widersetzt haette* Grigorss in eine schiefe und unritter*liehe Lage geraten waere, die ich ihm auch wieder nicht wuenschenkann. Ich weiss nicht und will nicht wissen, warum Sibylla inihrem stillen Gebet um seine Sinne besorgt gewesen war* Diewaren jedenfalls hoechlich wohlauf, und ebenso freute er sichder Reife seiner Gesellin* wie sie herzinnig an seiner Jugendsich erquickte. Kurzum sie waren sehr gluecklich, nicht anderskann man’s sagen und berichten, recht sehr und voellig gluecklichmit Leib und Seele die Nacht und viele Naechte und Tage, einglueckseliges Herzogspaar, das man auch wohl ‘'Schoydelakurt",des Hofes Freude, haette nennen koennen, wie vormals Grimaldsund Baduhennas liebliche Kinder; denn ihr Glueck, ich sage esnach der Wahrheit, leuchtete alles an, was sie umgab, sein Y/ider-schein lag laechelnd auf allen Gesichtern, wie Sonne lag es aufallem Land, und fuer das, was man gemeinhin und nach rechter