da vor sie trat, denn Wiligis, seinem Vater, sah er aehnlioh,und wie haette er also ihr nicht aehnlich sehen sollenl Sieaber sprach diese Aehnlichkeit ganz anders an, als uns, naemlichals Annehmlichkeit nur, die sie anmutete, und wenn sie an Aehn-lichkeit dachte, dann nur in Bezug auf den Verlorenen, aber nichtauf sich selbst. Konnte ein junger Mann nicht an den Bruder-Ge-liebten erinnern und ihr dadurch die Seele ruehren, ohne dass siedarum verpflichtet gewesen waere, auf ausschweifende Vermutungenzu verfallen? Aber dass sie so stolz auf ihn war, sogar aufseinen Gang, das haette, nach meiner Meinung, der Frau zu denkengeben sollen.
Er kniete, und sie sprach:
''Ritter, ich hiess Euch aufstehen, als Ihr an heiligerStaette vor mir knietet, weil alle Ehre dort der Hochmuetter-lichen gebuehrte. Heute und hier ist alle Ehre Euer, und wiedersag» ich drum: Erhebt Euch! Waere ich nicht ein Weib, und waeretIhr so jung nicht - so jung das Blut, das Ihr fuer uns vergosset- wahrlich, mir geziemte vor Euch zu knieen, denn Wunder habt Ihrverrichtet fuer Herzog Grimalds und seiner Tochter Land« Woist die Hand, die unentwegt und ohne Wank Zaum und schneidendSchwert festhielt, bis der Schaecher in Banden lag? Lasst siemir, dass meine Lippen ihr dankenf'
Und sie nahm seine Rechte, die noch schlecht genesene, dieer im Guertel barg und fuehrte sie an ihren Mund.
Das war garnicht gut. Die Kaemmerinnen fanden es ueber-trieben, und ich bin noch schaerfer in meinem Urteil. Dennwarum zog es sie, seine Hand zu kuessen? Weil er Errettendesdamit getan, oder weil er sie an Wiligis erinnerte, der mit derseinen erzsuendlich ihren Leib gekost? Ich sage Euch: die Frau
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