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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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175
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erhoeben gegen die Stadt, so sei das Leben ihres Herrn und Her-zogs gleich verwirkt, so wurde der Angriff auch nicht erneuert**Unterhandlungen schwebten, so gab man kund, zwischenFlandern-Artois und Arelat-Burgund von wegen Beschwoerung derUrfehde und der Beendigung des Minnekrieges, und solange moech-ten die draussen sich fein still verhalten. Sehr zutreffendwar diese Botschaft; denn Roger, der Spitzbart, fand sich vordie Wahl gestellt, entweder um seinen Kopf sich kuerzen zu las-sen oder Land und Burgen zu raeumen, sich fuer immer in seineGrenzen zurueckzuziehen und dazu an Buss- und Loesegeld zehnJahre lang eine wohlberechnete Summe zu entrichten, um aufzukom-men fuer allen Schaden, den sein Liebeseigensinn verschuldet.

Da gab er stolze Antwort, wenn auch erst nach innerem Kampf.

Er habe, liess er sagen, ritterlich um der Frauen Gunst geworbenso manches Jahr und alles aufgeboten, um ihr Herz zu gewinnen.Wenn sie sich aber derart gegen seinen Antrag sperre, dessenErnst er auf j ede Art bewiesen, und ihm zuletzt noch einen bue-bischen Buben ins Feld schicke, den er zwar spielend besiegt,der ihn aber dann allem Komment zuwider in diese Falle gezerrthabe, so sei er beleidigt, widerrufe seinen Antrag und weiseihre Hand zurueck, ohne ihr Hoffnung zu lassen, dass er sich jewieder um dieselbe bemuehen werde. Urfehde zu schwoeren unddas Land zu raeumen, sei er bereit und sei reich genug, dasBussgeld fuer sein Werben zu zahlen, ohne sich deshalb etwasabgehn lassen zu muessen. Die Fraue aber, so fuegte er hoehnendhinzu, moege sich statt seiner edlen Person nur lieber denbuebischen Buben ehelich zu Bette nehmen, den sie ihm hinaus-geschickt, auf dass er die heilige Sitte des Zweikampfs schaendedurch schnoede Trickerei.