alles vorhersehe und weiss, wie Graessliches, zu sagen kaum,noch auszudenken, ihm eben aus dem Gelingen erwuchs« Saehe ichnicht in meiner unzukoemmlichen Allwissenheit auch ueber diesGraessliche noch hinaus und bis ans Ende, so muesste ich wuen-schen, dass der Knabe, so leid es mir um ihn taete, bei der Aus-fuehrung seines Vorhabens zu seiner Bewahrung lieber den Tod ge-funden haette, - und dies zu wuenschen bin ich durch die Unsaeg-lichkeit des Kommenden trotz aller Vorsehung versucht, - wo ichdoch wiederum weiss, dass mein Wuenschen gar keinen Sinn haette,da ich die Geschichte ja kenne und sie erzaehlen muss, wie Gottzu seinem Ruhme sie sich hat begeben lassen« Ich moechte nur inaller Demut auf die Konflikte hinweisen, deren Beute die Seeledes Erzaehlers einer solchen Geschichte ist.
Seht, durch grosse Suende, naemlich die seiner Geburt, unddurch das heisse Bestreben, sie von sich abzuwaschen, ward meinJuengling in noch entsetzlichere getrieben! Viel las er inseiner Tafel und zwar mit Traenen, - ja ganz war es mit ihm, wieeinst auf der Insel: erwies er sich wacker und von brennenderGeistesgegenwart im ritterlichen Disport, so war er zugleich einSorgsamer und ein Trauerer auch, Tristan le preux, lequel futne en tristesse, wie Herr Poitewin kopfschuettelnd von ihm sag-te, wenn er ihn mit verweinten Augen aus seiner Kammer kommensah. Denn es war Grigorss* Gewohnheit, sich mit seiner Tafel,die er wohl verwahrt hielt, dort einzuschliessen, um zum hun-dertsten und aberhundertsten Mal seine gebuertlichen Bewandt-nisse davon abzulesen: dass er seine Mutter zur Base und seinenVater zum Oheim habe und sozusagen seiner Eltern drittes Ge-schwister sei, welches sie sich in Suenden und ihm zur angebore-nen Suend und Schande erzeugt. Sein Leib war ganz wie anderer