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Der Erwählte : Roman
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schreckend, lehren, dass in dieser Stadt ein Geist leht, der zuEuerer Ehre auch Unternehmungen nicht scheut, wie man sich ihrernicht jeden Tag versieht."

"So dank ich Euch, ohne meine Mahnung zurueckzunehmen.

Dass Treue fuer meine Bedraengnis sich erkuehne, das ist mirarmem Weibe wohl bitter not. Doch mag ich nicht, dass edleJugend um meinetwillen unbesonnen sich vergeude. Versprechtmir, so etwas nicht mehr zu tun und frevlen Uebermut fortan zumeiden!"

Dass sie sich ein armes Weib genannt, riss ihm das Herz auf,und gleich sank er wieder ins Knie, sein gluehende3 Antlitz zuihr emporgewandt

"Euch zu gehorsamen, Herrin, versprech' ich, wie nur dieGirde Euch zu dienen es mir erlaubt."

Sie nahm von einem ihrer Herren ein blosses Schwert undruehrte seine Schulter damit«

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"Seid meines Lehnsi Nehmt im Kampfe um diese Stadt, fuerdas zertretene Land besonnene Ehre! Truchsess, ich befehlediesen Ritter in Euere Hut."

Da er beglueckt sich aufhob, blickte sie noch einmal aufsein Kleid, in sein Gesicht noch einmal und wandte sich, dassrasch ihr Hof sich um sie schloss, hinweg. Grigorss aberstand selbstvergessen am Fleck, in Nachsehen ganz verloren,bis ihn sein Wirt, der Amtsmann, am Aermel zupfte. SolcheFrau hatte er nie gekannt und nie die suesse Reife der Stimmevernommen, mit der sie gebietende Fuersprache eingelegt hattefuer seine Jugend. Wunderfremd war seiner Erfahrung ihr Bildund Wesen und wundernahe doch seiner Natur.

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