das vom Guertel an in weiten Falten des schneeigen Sammets zuihren Fuessen niederging, und das der Mantel purpurn umhuellte.Dessen Saum hob sie mit schoener, magerer Hand zum Guertel,
Ihre blaudunklen Augen mit den blaeulichen Schatten der Nacht-wachen darunter, blickten in seine. Lieblich schien ihr diesernste Antlitz in seiner zur Maenniichkeit entschlossenen Jugendund mutete sie in tiefster Seele ah; Ihm aber war nicht anders,als ersaehe er das irdische Abbild der Himmelskoenigin.
Sie sprach milde:
"Ihr habt eine Bitte an mich?"
"Die eine, ja", antwortete er mit energischem Enthusiasmus."Euch, Herrin, zu Dienst beflissen zu sein, hab ich willigstenMut, Nehmt mich in Lehn, das bitt’ ich, und vergoennt mir, dassich mit allem, was ich bin und vermag, mich vor Euch werfe gegenden Raeuber "und fuer Euch stehe bis an meinen Tod!"
Sie sagte:
"Ich habe, Ritter, von Euch gehoert und von gewissen ehren-haften Voreiligkeiten, tadelnswert gleichwohl. Man spricht,
Ihr waeret kuehner, als jemand sollte sein. Ihr wisst, aufwelche toll verwegene Diversion ich anspiele. Habt Ihr nocheine Mutter?"
"Ich habe sie nie gekannt."
"So lasst mich an ihrer Stelle Euch vermahnen. Ihr habtGott versucht. Wart Ihr bei guten Sinnen, Ihr durftet Euchdes Streiches nicht unterfahn."
"Herrin, man hat die Einzelheiten des Ausfalls stark undmaerenhaft uebertrieben. Die winterliche Stockung undSchlaefrigkeit des Minnekrieges aber war mir ein Aerger. Inmir sprach es, auflockern muesse man sie und den faulen Feind
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