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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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Schwur hinauf, der sollte, meinte er, ein Feldgeschrei seinallen im heissen Streit fuer sie* "Niemalen de la viei"

Hinter der Fuerstin kniete ihr Truchsess, der hatte heutesein kleingebluemtes Seidenwams an und sah nun also genau soaus, wie Grigorss' Gastfreund ihn beschrieben* Er neigte, alsdas heilige Gepraenge zu Ende gekommen, sein Seidenbaertchenzum Ohr der Frau und gab ihr einige Worte ein, - wie mochtendie wohl lauten? Sprach er: "Herrin, gruesst jenen Mann dortiGute Dienste kann er Euch leisten"? Stark war zu befuerchten,dass er nicht "Mann" sagte, sondern "Jungeling" und womoegüchnoch Knaebi scher es» Aber nein, er sagte wohl *'Mann", denn ihranraten wollte er ihn ja. Und doch neigte sie zu seiner Einge-bung kaum das Haupt, ohne es im Geringsten nach der Seite zuwenden,, wohin sein Wort gedeutet, schlug nach dem "Ite, missaest" noch einmal das Kreuz und ging auf durchs Mittelschiff,Damen schritten ihr vor und Kavaliere folgten. Der Truchsessaber nahm Grigorss bei der Hand und fuehrte ihn ihr nach inssteinerne Pfeilerzelt der Vorhalle. Da sprach er die ausge*suchten Worte;

"Dies, Herrin, ist Herr Gregorius, ein Ritter von Ukersee,Nach Ehre geizt er und vor allem nach der, das Knie vor Euchzu beugen,"

Das tat Grigorss, sein Barett in der Hand liess er sichnieder auf ein Knie, geneigten Hauptes. Die Fuerstin stand,von ihrem Staat in halbem Kreis umgeben, und blickte niederauf seinen Scheitel.

"Steht auf, mein Herr", so hoerte er ueber sich ihre Stimme,die hatte tiefen, holden und reifen Klang und war nicht wie ei-nes M&egdleins Girren. "Vor Gott allein und vor der Koenigin156