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Der Erwählte : Roman
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nieder mit allem Hofe von der Burg zum Muenster, um an der Messesich zu erquicken* Da moege Euer Degen seine Schaulust buessen,und im rechten Augenblick die Frau auf ihn hinzuweisen, daslasst meine Sache sein. -

Demnach geschah es. Am Tage, da die Herrlichste, Ros* ohneDorn, im Fleische, doch zugleich durch Eingiessung des Geistes,suendenlos, empfangen wurde (dies unser wohlgepruefter Glaube),ritt die Fuerstin auf einem asturischen Zelter, den zwei Pagenam Halfter fuehrten, mit edlem Ingesinde aus der Burg denSchlaengelweg hinab in ihre letzte Stadt und vor den laeutendenMuenster; da stieg sie ab unter barhaupt knieendem Volk, dasmit roten Augen auf sie blickte und ihr nach draengte, als siemit Herren und Damen das weit geoeffnete Portal, reich an Figur,durchschritt und, ihr Auge gesenkt, die Linke an der Nuscheihres mit weissem Bauchfell des Eichhoernchen gefuetterten Man-tels und diesen mit zwei Fingern der Rechten etwas raffend, ihrenWeg nahm durch Gottes Festsaal zu ihrem Gestuehl und dem goldbe-borteten Troddelkissen, das ihren Knieen bereitet war. So sahGrigorss sie von seinem Platz ueberm Gange, an des SchultheissSeite, sah unter Gesaengen, Geflimmer und Gedueft soviel von ihr,wie man von einer in Gebet Versunkenen zu sehen vermag. DasSeitenbild ihres Gesichtes sah er, das unterm Diademband und imWangengebende matt wie Helfenbein im farbigen Daemmer schimmerte,wenn sie es einmal aufhob und die Augen schmerzlich zur Hoeheschlug; und wie sie's aufhob, so hob sich dem Lugenden in Be-geisterung das junge Herz. "Sie ist es, sprach es in ihm,

"meine Herrin, die Hartbedraengte, die zu freien, aus der Notzu freien, worein ein haariger Gecke sie zwaengt, ich herge-fuehrt bin. Und indem er die Finger ballte, tat er einen

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