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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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Subsistenz gerecht von Euerem Gelde. Euere Nahrung soll reich-lich und doch so vernuenftig sein, dass sie Eurer Rankheit nichtsanhaben und Eure Tugend nicht schlaefrig verfetten soll. Giltes?"

"Es gilt", sprach Grigorss, und sie taten einander daraufBescheid mit ihrem Wuerzbier, einem sehr guten Trank, mit Naege-lein, den ich selbst nie gekostet, den ich aber mit Vergnuegendurch ihrer beider Gurgeln gleiten lasse. Sehr oft ist das Er-zaehlen nur ein Substitut fuer Genuesse, die wir selbst oderder Himmel uns versagen.

Die Begegnung

Ich wusste wohl, dass Herr Poitewin sein Versprechen haltenund bei erster Gelegenheit mit dem Truchsess, dessen Person erausgezeichnet beschrieben, ueber Grigorss und seine Wuensche re-den wuerde, - nie hab ich daran gezweifelt. Viel zu gut gefieldem Schultheiss sein junger Gast, die fest und zarte Miene des-selben, seine Geziemlichkeit und sein freigebiges Zahlen fuerTisch und Bett, dass er seines Wortes nicht haette gedenken sol-len. Er tat es, nur vierzehn Tage nach des Juenglings Ankunft,in seiner Mairie, wo der von Bealzenan, von der Burg herabgerit-ten, ihn besuchte, um die Lage des winterlich stockenden und umdiese Zeit halb nur zu Schimpf gefuehrten Minnekrieges, dazu dieBelieferung des Hofes mit gewissen Nezessitaeten und Kommodi-taeten zu eroertern, wobei es Herrn Poitewins Aufgabe war, denUnterschied zwischen diesen und jenen tunlichst zu wahren, nichtohne dass er in Ansehung blosser Kommoditaeten auf die entsa-gungsstrenge Lebensweise der Herrin selbst, an Pasten und Wachenreich, als Muster hingewiesen haette.

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