nissen* Was mir hilft, und wozu ich Euere Hilfe, wuerdiger undkluger Gastfreund, erflehe, ist einzig, dass ich Euerer Frau vorAugen gestellt werde, damit ich mich ihr zum Knecht antrage undsie mir gewaehre, fuer ihre Freiheit mein Leben in die Schanzezu schlagen und die Zuflucht ihrer Reinheit gegen haarige Schuftezu verteidigen."
"Euer Eifer ehrt Euch", sprach der Buerger nach einigem Be-denken, "und ueberall mach’ ich kein Hehl aus dem Gefallen, dasIhr mir einfloesst. Ich habe geringen Zweifel, dass Ihr bestehenwuerdet, trotz Euerer Jugend, vor den Augen der Herrin, nach Er-ziehung und normannischer Tournuere. Doch ist es nicht leicht,denn streng kargt sie mit ihrem Anblick und gewaehrt ihn denWenigsten, - nur allenfalls im Muenster, wenn sie vor Gott liegt,da mag man von ihr sehen, was von einer in Gebet Versenkten ebenzu sehen ist. - Ich will gern versuchen, Euch dienlich zu sein.Herr Feirefitz von Bealzenan, der Fuerstin Truchsess, ist meinFreund und Goenner, - ein Mann von Schliff, von feinster hoefi-scher Schule ein Mann: denkt ihn Euch oben dick und sehr duennin den Beinen, in lichte gebluemte Seide gekleidet und mit zwei-geteiltem Blondbaertchen, wie Seide ebenfalls. Dies nur einrasches Bild seines Aeusseren. Ihm will ich von Euch sprechen,ihm Euere Gesinnung und V/uensche ruehmen und ihn, ich denke wohl,bestimmen, mit der ihm eigenen raenkereichen Dexteritaet die Au-gen der Herrin auf Euch zu lenken. Bis dahin bleibt mein GastlWill sagen: Sitzt bei mir ein als Mieter und Tischgenossi MitSympathie vernahm ich, dass Ihr an Gold vermoegend seid. Dasist eine erquickliche Ausnahme. Irrende Ritter pflegen hohenSinnes, doch pover zu sein, eine Mischung, der ich stets nurmit halbem Herzen geneigt war. Ihr aber, bezahlt fuer Dach und
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