den Spitzbart nennt, wahrscheinlich, weil er einen solchentraegt und ueberhaupt haarig ist, was meinetwegen ja ein Zei-chen besondrer Mannhaftigkeit sein mag, - ihm, sag ich, giltmeine ganze Abneigung, und dieselbe gilt jener Coterie, dielaut oder leise zur Uebergabe raet und die Reine bereden moech-te, dass sie dem frechen Werber und verhassten Raeuber ihresLandes die Hand zur Ehe reiche« Inbruenstig hoff* ich, dassdiese Scbmaehlinge die Minderzahl ausmachen bei Hofe und Ritterhoeheren Sinnes sich um die Heilige scharen?"
"Ach", versetzte der Amtmann, "durch ihren Treumut eben
schrumpft ihre Zahl. Warum, das sag* ich auch mit kurzen, ver-
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haengnisvollen Worten. Herzog Roger hat die Gewohnheit, vorsTor zu reiten und unsre besten Helden zum Einzelkampf zu for-dern, in welchem noch keiner ihm widerstand. Denn seine ritter-liche Raufkunst ist gross und weit beruehmt in allen Laendern.Von Ehre getrieben, folgen die Unsern, einer nach dem andern,seinem Kartell, doch jeden hat er noch gestreckt und, wenn erSicherheit anbot, ihn vor unsern Augen gefangen weggefuehrt,sonst aber ihn getoetet. So hat sich die edle Entourage unsrerHerrin schmaehlich bereits gelichtet."
"Dieser Mann", vermutete Grigorss, "muss wohl die Gabe be-sitzen, sich im Kampfe ueber das allgemeine Mass zusammenzuneh-men und seine Lebensgeister dabei in einem brennenden Punktezu versammeln?"
"Ich verstehe nicht ganz", erwiderte der Wirt, "die MeinungEuerer Worte. Mein eigenes Dafuerhalten ist, dass unsre Kaempender Fama von des Herzogs Unwiderstehlichkeit unterliegen. DieEhre fuehrt sie hinaus, nicht der Glaube an ihren Sieg, an demsie, wissentlich oder nicht, bei aller Tapferkeit im Voraus146