"Kein, Herr, bewahrt mir eure Liebe, wie ich ewig die meinezu euch im Herzen hegen und pflegen will, aber ich muss fahren*Nach Ritterschaft steht all mein Sinn, und besser wahrlich, einRitter Gottes sein, als ein betruegerischer KlostermannI"
"Sohn, credemi, es ist fuer den Alten kein leichtes Dingund eine harte Probe fuer Sympathie und Geduld, so ein jungesBlut mit sproeder Knabenstimme seine Torheit in die Luefte sendenzu hoeren. Ritterschaft! Du begehrst nach Ritterschaft! Undhast doch keinen blassen Schimmer davon, noch bist du im Gering-sten dafuer vorgebildet. Kannst du denn auch nur Reiten? Na-tuerlich nicht. Wie solltest du koennen zu Pferde sitzen? Hastdir aber vorgenommen, dich zum Gespoett zu machen. Frage jedender Ritterschaft Kundigen: ‘Geht Einer zur Schule’, wird er dirsagen, ’und treibt’s da zwoelf Jahre lang mit den Buechern, ohnezu reiten, der bleibt ein Pfaffe sein Leben lang, zum Ritter istder verloren.’ Was heisst aber verloren? So ein Reiter undGickelhahn, der nicht lesen gelernt hat und beim besten Willendas Allerdringlichste nicht entziffern koennte, was ihn amnaechsten anginge und eigens fuer ihn geschrieben waere, derlernt’s auch nicht mehr und ist fuer die Pfaffheit verloren.
Ein Ehrenstand ist fuer den andren verloren, du aber, zum Gottes-kind bist du geboren, und gehst du vorueber, so heisst es wohl:'Seht, wie allerliebst ihm das Chorkleid stehtl'"
"Herr, zieht einem Ritter die Kutte an, der machte euchwohl einen taeppischen Mann. Gebt aber mir ritterlich Gewandund seht, ob es je Einem rechter stand! Laesst es mir laecher-lich - nehmt meinen Eid! Gleich schluepf ich wieder ins Gottes-kleid."
"Der Aff", dachte Abt Gregorius zaertlich bei sich.
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