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Der Erwählte : Roman
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Kauert, du kauernder, lauernder Pfaffen-Kauertl"

Das haettest du nicht sagen sollen, sprach Grigorss undstand langsam auf.

Icn sage es aber, schrie Plann.Ich sage es, weil dunicht verstehen willst und willst es nicht sehen und drueckstdich pfaeffisch darum herum, dass es ausgetragen sein muss zwi-schen uns, gruendlich und einmal fuer alle, wie immer es ablaufenmoege, ganz gruendlich egal, wie es ablaeuft, verstehst du mich?Denn so kann es nicht weitergehen! Du bist von der Huette gebo-ren zusammen mit mir und bist des Wiglaf und der Mahaute Fruchtwie ich und die anderen, bist r s aber auch wieder nicht, sondernwie aus dem Kuckucksei gekrochen bist du und bist was andres, alswir, nach Leib und Leben, was unertraeglich anderes, der Teufelweiss, was, und hast dir erlaubt, aus der Art zu schlagen insFeinere, Hoehere, - wenn du*s nicht wuesstest! Aber du bist sofrech, es zu wissen und gar so frech, noch freundlich zu uns zusein! Waerst du frech gegen uns, das waere viel weniger frech!

Des Abtes Gotteskind bist du, der hat dich Bankert aus Huetteund Hochmut mit sechsen ins Kloster genommen, und hast die Let-tern gelernt und die Wissenschaft und die gewaschene Pfaffenred,sitzt aber bei uns immer einmal und laesst uns merken, dass du'snicht merken lassen willst, - redest nach unserm Maul mit deinemfeinen, was unertraeglich ist, denn gemein reden kann man nurmit gemeinem Maul, und tut mans mit feinem, ist's eine Verhoeh-nung! Eine Verhoehnung bist du, wie du da leibst und lebst,denn du bringst die Welt durcheinander und verwirrst die Unter-scheidungen. Waerst du ein slackichter, flimsiger Betbruder,ein geistlich Halbweib ohne Mumm und Pepp, so koennt ein redlicherKerl sagen: Gut, du bist fein, und ich bin stark, das ist die114