herbem Mund: schon damals hielt er es gern schraeg neben derSchulter geneigt und blickte, den Arm zur anderen Schulter hin-gebogen, die Augen unter dunklen Wimpern verborgen, abseitshinab in einen Traum.
Mit sechsen kam er ins Kloster; der Abt befand, die Zeit seida; denn diesem Guten eilte es sehr, dass Grigorss die Schrifterlerne, - fern davon, dass er ihn etwa seine Tafel schon lesenlassen wollte, war er doch ungeduldig, ihn schon bald dazu im-stand zu wissen. Von den Seinen der Abschied, der schien keingrosses Ding, fuer sie nicht, noch fuer den Knaben. Er zog javon der elterlichen Huette nur ein Stueckchen Weges weit hinueberzu den Moenchen, ganz nahebei. Und dennoch war die Trennungtiefer, der Einschnitt in sein Leben bedeutender, als beide Teilebei seinem leichten Weggang wohl dachten, und sah er sie gleich,so oft er wollte, tat doch von Mond zu Mond die Kluft sich weiterauf zwischen ihnen, sodass jene meistens verstummten, wenn er mitihnen sass.
Ein Klosterschueler war er nun, vertauschte den Flicken-kittel mit einer Art von Chorkleid, trug das Haar dick um dieOhren, im Nacken scharf geschoren, und war sauber an Haendenund Fuessen. Lesen und Schreiben lernte er mit grosser Schnellevom Pater Petrus et Paulus, einem sanften Bruder, der als Gelehr-ter und Dichter Galfried von Monmouth hiess und die fuenf - sechsZoeglinge von “Agonia Dei” ueberwachte und unterwies, mit denenGrigorss in einer gewoelbten Alkube schlief. Sie waren aelter,als er, und kannten die Schrift schon, als er zu ihnen kam;doch holte er sie bald mit Griffel und Feder ein und war ihnennach Jahr und Tag zu Petri-et-Pauli Freude entschieden voran inden kleinen Scientien und Kuensten von Wort, Zahl und Gesang,