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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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Der Trauerer

Von solchen Sorgen und Geschaeften wusste der Knabe Grigorssnichts und wusste von sich selbst und seinen Bewandtnissen nichts*als was der Tag ihm zeigte, Unter des Fischers Kindern* die ihnfuer ihr Geschwister hielten, wie er sie fuer die seinen ansah,wuchs er auf, und auch den Leuten der Insel, wenn sie ueberallsich darum kueramerten, galt er als Wiglafs und Mahautes Jueng-ster; denn fuer des Abtes Notgespinst, dass er von Sankt Aldhelmund von Ethelwulfs siecher Tochter sei, war keine Not gewesen,oder wenn doch einmal, so hatte der Bescheid sich gleich wiederim Gedaechtnis der Leute verloren. Er trug die gemeine Kleidungseiner Brueder, und als er drei war, fing er zu reden an wie sieund ihre Eltern, sagte auch: "Wat schell da in sin? und "Da kehrich nich vor"; nur hatte er dem Abte, seinem Paten, der sie sooft besuchte, obgelernt, das Wort "Credemii" ein^ufuegen in seineRede, sodass er sagte: "Flann, credemi, hew dir keen Marbels

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stöhlen" weshalb die Geschwister, und schliesslich auch die El-tern, zuerst im Scherz, dann aber ohne solchen, sich gewoehnten,ihn "Credemi" zu rufen. Und er hoerte auf den Namen.

Credemi-Grigorss war lieblich zu sehen. Seine Lippen schie-nen fuer das Huetten-Messingsch, worin sie sich uebten, nichtgemacht, sein weiches braunes Haar glich dem verwalkten Kopf-stroh der Fischerbaelger nicht, und sein Laecheln nicht ihremFeixen, noch hatten mit ihrem Plaerren seine stillen Traenen zuschaffen, wenn er sich weh getan. Mit fuenfen streckte er sichund wurde schlank von Gliedern, abartend von den Baelgern immermehr nach seiner Bildung, nach Hand und Fuss und Stand und Gang,das Koepfchen laenglich, das Antlitz ernsthaft und angenehm mit100