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Der Erwählte : Roman
Entstehung
Seite
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Grundgeld, und lasst Ihr ihm das capitale lang genug, so machter Euch aus siebzehn Goldmark iiundertfuenfzig."

"Ist das so, fragte der Abt,und weiss er dermassen dieZeit zu melken? Ist er auch getreu?"

"Es gibt keinen froemmeren Wucherer", erwiderte der Bruder,"als den Juden von Sankt Dunstan."

"Gut, Chrysogon, so bitt ich dich, geh, nimm den Waisen-schatz und gib ihn dem Timon im gelben Hut auf seine Bank! Gehgleich, damit das Geld alsbald zu hecken anfaengt, und bring mirdas Recepissel"

So beschied der Abt den Bruder, rief ihn aber an der Tuernoch einmal zurueckl

"Chrysogone", sprach er, "ich, dein Abbot, habe ein umfang-reiches Wissen, das zu tragen nicht immer leicht ist, credemiJEs geht mir so manche Synode und so manches Konzil im Kopf herumdie das -^insgeschaeft so Geistlichen wie Laien, oder wenn diesennicht* so immer doch uns Geistlichen untersagte. Darum, wenndu das Geld dem Juden gegeben hast, so wirst du gut tun, dichin die Geisselkammer hinabzuverfuegen und zur Suehne eine maessige Bestrafung an dir vorzunehmen."

"Nicht doch", erwiderte der Bruder. "Ich bin schonsechszig und vertrage Geisselhiebe sehr schlecht, auch wennich sie mir schonend selbst versetze. Ihr aber seid um zehnJahr juenger, und das Geld ist Euer; Darum, wenn es Euch umBusse zu tun ist, muesst Ihr Euch schon selbst in die Kammerhinabbegeben und Euch das Angemessene versetzen."

"Geh mit Gotti" sagte der Abt und las wieder in der

Tafel