koennen, der wollte er nachkommen, sobald das Kind bei denFischern zum lehrbaren Knaben aufgebracht waere. Die dritte forderte auch Befolgung: naemlich dem Ausgesetzten sein Gut zu meh-ren, die siebzehn Goldmark, die von den zwanzig in den Brotengefundenen noch uebrig waren, nachdem er dreie den Fischern ge-geben. Das schuf ihm manchen Skrupel, denn ist nicht ohnehinein solcher Hauptschatz Brennstoff des hoellischen Feuers, ge-schweige, dass man Heckgeld dafuer nehmen und sich fuer GottesZeit bezahlen lassen soll? Er wollte es aber doch fuer seingeistliches Soehnchen nach der Weisung der Tafel so gern tun.
Darum rief er den Saeckelmeister des Klosters, BruderChrysogonus, zu sich in seine Stube, verschloss die Tuer undsprach:
"Bruder, ich, dein Abt, habe hier ein maessig reichescapitale und Waisengeld in Goldmark, siebzehn an der Zahl, diehat man mir uebergeben zu treuen Haenden, - nicht bloss, dassich sie eintruhe als caput mortuum, sondern zu Profit soll ichsie machen. Nun heisst es ja, nicht vergraben solle ein frommerKnecht das Pfund, das Gott ihm anvertraut, sondern solle es wu-chern lassen. Und doch ist, wenn man’s zweimal bedenkt, derWucher auch wieder des Fristen Sache nicht und i3t eine Suende.In diesem Zwiespalt, was raetst du mir zu tun?"
"Das ist ganz einfach", antwortete Chrysogonus. "Ihr gebtdie Summe dem Juden Timon von Damaskus, im Bart und spitzen Hut,einem genauen und zuverlaessxgen, im Wuchern wohl erfahrenenMann. Der handelt mit nichts als Geld auf seiner Wechselbankund hat einen Umblick in der Welt des Geldes, das glaubt Ihrnicht. Er schickt euere Summe womoeglich bis Londinium in Essexdass sie da werkt und abwirft, schlaegt Zins und Zinseszins zum
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