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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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geschehen sein um Wurst und Buttermilch, wenn sie nicht schwiege.Den Findling hielt sie nicht schlechter als Flann, den eigenenJuengsten, und wies dem Abte, so oft er vorsprach, um nach demRechten zu sehen, ein gedeihend Milchbruederpaar. Er tat auch,als ob ihm beider Gedeihen gleichmaessig angelegen sei und lobteihr den grobschlaechtigen Flann nicht weniger, als das Fremde,das doch offenkundig aus feinerem Holz geschnitzt war, und demim Stillen all sein Augenmerk galt: nicht nur, weil es fein undschoen war vor den Fischerskindern, sondern vor allem, weil erwusste, dass es in grossen Suenden geboren war, denn das geht ei-nem Christen nahe und bewegt sein Herz zu einer Art Verehrung.

Wie dem Fischer das Kostgeld anschlug, das sah er mitSchmunzeln. Aber es mahnte ihn auch, dass er selbst durch dieTafel verhalten war, dem Kinde seine Mitgift zu mehren und siehecken zu lassen. Viel, vom ersten Tag an, las er in der Tafel -alles in allem ist wohl nie eine Tafel so oft gelesen worden, wiediese. Abt Gregorjus schloss sich ein in seiner Stube, wenn erdarin studierte, und nicht wenig Zeit nahm es ihm anfangs, ausden scheuen Umschreibungen von des Kindes Verwandtschaft (dasses naemlich seiner Eltern Geschwister und Nefflein sei) die suen-denvolle und ein Kristenherz ergreifende Wahrheit zu errechnen.Bruder und Schwester, welche Notl Gott hatte unsere Suende zuseiner Not gemacht. Suende und Kreuz, sie waren Eines in Ihm,und vornehmlich war Er ein Gott der Suender. Darum hatte Er demstaettelosen Fruechtchen seine Burg 'Not Gottes ' 1 hier zur Staetteangewiesen. Der Abt fuehlte es tief, und teuer war ihm sein Auf-trag. Die erste Mahnung der Tafel hatte er schon erfuellt undhatte das wilde Kindlein getauft. Der anderen, dass er es solledie Sc 1 -ift lehren, damit er einst seine Tafel moechte lesen

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