Frelse herumtreibt?” Erbarmungsvoll beugte er sich ueber denzarten, suendigen Fund. Und siehe, da es sein mildes Gesichtso nahe ueber sich wahrnahm, laechelte das Kleine ihn an mitsuessem Munde.
Dem Guten wurden die Augen feucht. Auf einmal war seineSeele voller Geschaeftigkeit, und er erhob sich, bereit zu denentschiedensten Verfuegungen.
"Maenner”, sprach er, "dies Fundkind, ein Knabe, wie man mirschreibt, es ist so seliglich getan, dazu von Gott bewahrt sowundersam in diesem wenigen Fass, dass klar hervorgeht: wirmuessen uns seiner unterwinden, discrete und klug, um Gottes wil-len und nach seinem unmissverstaendlioh geoffenbarten Plan. Ver-steht sich, das Kindlein, noch ungetauft, gehoert dem Kloster.Vorlaeufig aber und sofort sollst du, Wiglaf, es mit dir indeine nahe Huette nehmen, wo es ohnehin wimmelt von Brut und Ehe-segen, und sollst es deinem Weibe Mahaute uebergeben, die hateben wieder die Brust voller Milch und soll es waermen und atzen,denn hat Gott es auoh gnaedig am Leben erhalten auf seiner Reise,so muss es doch vor Mangel an Wartung in der Gefahr des Sterbensschweben. Credemil Was ihr an dem Wuermchen tut, das soll euerSchade nicht sein. Seine Verhaeltnisse sind, versteht sich, zwarungeordnet, doch aermlich sind sie nicht, wie ihr bereits an die-sen raren Gewirken sehet, die es mitgebracht."
Wieder zog er die Tafel zu Rate, die er schon in seinemKleide geborgen hatte, und las in der Schrift. Dann ergriff ernach einem der Brote, brach es und schaute hinein.
'‘Wenn ich dir”, wandte er sich wieder an Wiglaf, "zwei MarkGoldes gebe als Kostgeld, ein fuer allemal, willst du dich dafuerdes Kindes unterwinden und es aufziehen mit den deinen, als
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