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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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mich, staatskluge Plaene schmieden, gerader Nachfolge wegen, undmich durchaus mit einem ebenbuertigen Fuersten der Kristenheitvermaehlen wollen, wo doch nur Einer mir ebenbuertig war, demtrag 1 ich ewig Trauer. Von Vermaehlung will ich nichts wissen,sondern celui je tiendrai ad espous qui nos redemst de son sancprecious. Almosen, Pasten, Wachen und Geböt auf blossen Steinen,nebst allem, was dem Fleische unbequem und zuwider, das sei meinLeben als Herrin dieses Landes, damit Gott sehe, er habe nichtlaenger ein suendig Weib an mir, vielmehr garkeines mehr, son-dern eine Nonnenfuerstin erstorbenen Herzens. Dies mein Be-schlus s. u

Er wars und bliebs und war, weiss Krist, der rechte nicht.Denn ach, er brachte das fuenfte Schwert ueber die Frau und ueberdas ganze Land, wovon sogleich. Sibylla kehrte nicht zuruecknach Belrapeire, der Staette ihrer Jugend und Suende; die lagverlassen, nur von einem Kastellan und einem kleinen Trupp Ser-janten behuetet. Die Fuerstin hielt Hof im Schloss zu Brugesam Meeresbusen, einen starpen Hof, an dem es kein Lachen gab,ausser, die Herrin liess sich nicht sehen, sondern lag einsamoder zwischen zwei Moenchen im Gebet auf blossen Steinen. Inweissem Kleide stieg sie hinab, begleitet nur von zwei Frauenmit Koerben, urd spendete den Armen, die sie heilig priesen.Freude und Bequemlichkeit liess sie ihr Teil nicht sein, sondernnur Nacht-Metten, Kastigierung und kurze Kost, dies aber allesnicht Gott zu Liebe, sondern ihm zum Trotz, dass es ihm durchund durch gehe und er erschrecke.

So lebte sie manches Jahr, buesste aber von der Busse ihreSchoenheit nicht ein, wie sies Gott wohl gegoennt baette, son-dern, wenn auch oft blaue Ringe vom Wachen um ihre Augen lagen,

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