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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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Oehre, und mit Stricken ward strack das Faesslein dvin einge-bunden, in stiller Arbeit, bei der eilende Wolken den Mond balddeckten, bald erscheinen liessen. Dann schoben Herr und Knechtdas Schiff mit seinem zarten Schiffer in das Wasser, und derliebe Krist gab einen Wunschwind und rechte Stroemung, - sachteschaukelnd trieb ab der Kahn, glitt hin das Kind und war inGottes Hand#

Von des Bergfrieds Zinne aber, wohin sie, vor der Zeit ihrWochenbett verlassend, mit Hilfe der Burgfrau sich emporgewendeltlugte Sibylla aus im uebereilten Monde nach der Fuhre, die durchdie Duenen schwa nkte# Ja, noch am Strande draussen wollte siedie Maenner mit dem Faesslein hantieren, den Kahn wegschwimmensehen# Als aber auch sie sich nicht mehr bereden konnte, etwaszu sehen, barg sie das Antlitz an dem Busen der Helferin -undklagte: "Da fliegt er hin, mein Drache, weh, ach weh!"

"Lass fliegen!" troestete sie Frau Eisengrein. "Die fliegenimmer so, und wir Schmerzensreichen haben das Nachsehn. Komm,ich will dich hinunterstuetzen vom Turm ins heilige Wochenbett,denn das ist deine Staettei"

Die fuenf Schwerter

Der Geist der Erzaehlung, den ich verkoerpere, ist ein schalkhafter und kluger Geist, der wohl das Seine zu verwalten weissund nicht gleich jede Neugier so geradhin befriedigt, sondernindem er mehrere erregt, die eine stillt und waehrend dessendie andere sozusagen auf Eis legt, dass sie dauere und sich da-bei sogar noch schaerfe. Will einer unverzueglich wissen, wasaus dem Kinde ward auf Gottes wildem Meer, so wird er abgelenktund erstlich unterhalten mit andrer Maer, von der zu wissen ihm

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