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Der Erwählte : Roman
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und Preis. Auf diesen edlen Grund denn schrieb die Mutter mitGallustinte die Bewandtnisse des Kindes, ganz wie die Wirtinihr vorgesagt, und schrieb unter Traenen: "Gedenke, den ich beiKamen nicht nennen kann, solltest du leben, deiner Eltern nichtmit Hass und Herbigkeit! Gar so sehr liebten sie einander, sichselbst das Eine in dem Andern, das war ihre Suende und deineZeugung. Vergib es ihnen und mach es gut bei Gott, indem du alldein Lieben wendest auf ander Blut und als ein Ritter dafuerstreitest, wenn es in Not Sie wollte mehr noch an den Randschreiben und jedes Eckchen fuellen, aber Dame Eisengrein nahmihr die Tafel fort.

Die Stunde kam, wo sie ihr auch das Kind fortnahm, mild undtroestlioh. Nur siebzehn Tage war es alt, da befand der Burgherr,man koenne ihm nicht laenger Herberge gewaehren, sondern muessees mit aller Sorgfalt legen in Gottes Hand. Es hatte sich nocheinmal an der Mutterbrust recht satt getrunken und war rot ge-schwollen vor Sattheit. So nahm die Wirtin es hinweg, und unterihren und ihres Herren Haenden ward heimlich das dralle Faess-lein ihm zur Wohnung, ein neuer Mutterschoss, aus dessen Dunkel,wenn Gott es wollte, es wiedergeboren werden sollte nebst seinerMitgift an Seidenzeug, goldgefuellten Broten und geschriebenerAuskunft. Rasch und heimlich geschah es, und als des FaessleinsBoden wieder eingepicht war, da gab es eine seltsame Fuhre beiNacht und Nebel von der Burg hinab zum Meere: Herr Eisengrein,vermummt als Fuhrmann, trieb selbst das Roesslein durch Sand undDuenengras, hinter sich, im Schutze eines schweigsamen Knechtes,das bauchige Saerglein mit bemalten Reifen, einem Spundloch undeisernen Oesen an den Seiten: die waren not, denn auch der Kahn,der drunten am oeden Strande bereit lag, hatte im Innern solche

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