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Der Erwählte : Roman
Entstehung
Seite
62
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ich bereits im Auge habe, ein sehr festes und gutes, und diesesin einen Kahn, den lassen wir den Wellen, Verschlingen sie es,

- umso viel schlimmer, dann war es Gottes Rat, nicht unsrer, diewir alle Sorgfalt aufgeboten, Fuehrt aber Seine Hand Schiff undFaesslein irgendwohin an ein Land, wo Leute wohnen, so mag dasKleine dort aufgezogen werden als ein Fundkind und sich des Le-bens freuen nach des Landes und seines Standes Art, Was duenktdich?"

"Mich duenkt, Gott gab euch, Herr, eine harte Gutmuetigkeit"sprach die Frau und sagte Sibyllen, auf ihrem Bette sitzend, al-les wieder, was ihr Eheherr ihr eroeffnet. Die hielt das Kindan ihrer Mutterbrust und jammerte laut auf, sodass das Kleine er-schrak, die Brust verlor und auch das Gesicht verzog zu bittremGreinen,

"0 wehe, wehe, meine suesse Strafe, die ich so liebe, seitsie sich zuerst in mir geregt! Das Einzige, was mir von meinemTraut geblieben, seines Leibes Gabe, die ich in Leide gehegtund in so grosser Hitze zur Welt gebrachtI 0, Ritter Eisengreindu Unhold, ist das deine Lehenstreue? 0, tu es mult de putefoi! Hast du ihn dazuSchmunzibutz 1 geheissen und ihm Ratsversprochen, dass du ihn nun aufs wilde Meer verstossen willstin einem Fass, ich aber, ob er sterbe oder als Fundkind lebe,seh ihn keinesfalls mit Augen mehr? Nein, nein, ich duld esnichtl Eher soll er mich auch in das Fass stecken, mich mitdazu, dass uns beide die wilden Uenden verschlingen, mich undmein Kind, mein holdes Unterpfand! Ach, Wehmutter Eisengrein,die du mir halfst in Noeten, hilf mir auch jetzt, denn ich ver-zweifle!"

"Nun, hoere, Frau, musst schliesslich auch Vernunft anneh>