lieh Geluest, pochende Regung im Ranzen, Wehen, Niederkunft,festliches Wehgeschrei, Gehurt und Nachgeburt und selig Seufzenund heisse Tuecher -und Baden der beschleimten Frucht, die sieruestig mit Ruten strich und an den Fuessen kopfunten hielt,wenn sie nicht gleich schreien und leben wollte*
Dieses alles also war Dame Eisengreins Passion; nicht genugdavon konnte fuer sie sich auf der Burg ereignen unterm Ingesinde,aber selbst zu den Flachsbaeuerinnen in den Doerfern ging dieBurgfrau hinaus, um ihnen kundig beizustehen zu ihren Stunden.Sechsmal war sie selbst in Tuechten Mutter geworden. Vier derKinder waren in aller Fruehe wieder abgestorben, worueber (unddas wundert mich) ihr Gram um vieles geringer gewesen war, als ih-re Freude, sie hervorzubringen. Auf die Hervorbringung, so scheintmir, kam ihr alles an. Ihrer herangewachsenen Soehne einer warim Streit und Strauss gefallen, ein andrer lebte vermaehlt ineigenen Mauern. So war die nicht laenger Empfaengliche mitHerrn Eisengrein allein, wehen Mutes der Zeiten gedenkend, dasie in Weibes schwerem Ehrenstand, die weisse Hand andaechtigauf dem Bauchgewoelbe, hatte wandeln duerfen. Hoch war ihr Bu-sen, nicht mehr ihr Leib, und desto angelegener liess dieWackere sich nun fremde Fruchtbarkeit sein, die, sobald sie ihrkund ward, ihre wasserblauen Augen (sie war ein Fraeulein ausSchwabenland) mit warmem Schein erfuellte und ein Rosenrot aufihrem guten, beflaumten Wangenpaar entzuendete. Schon langewar das Vergnuegen ihr spaerlich worden, ;}a ihr vorenthaltengeblieben seit Monden schon, und so war sie von Sibyllas Ankunftund den geheimen Eroeffnungen, die ihr Eheherr ihr ueber dieJungfrau machte, nicht wenig aufgekratzt. Wie ihre Froemmigkeitsich mit dem ungehoerigen und ganz unsinnigen Zustand ihres
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