doch von kleinauf garso Innig an einander gehangen hatten unddie boese Lust sie nur noch fester zusammengekittet hatte, wasmein Erbarmen nicht erhoehen sollte, es aber dennoch tut, - undmusste ganz allein mit seinem Knappen Anaclet sich auf die Fahrtins Heilig-Ungewisse und von Fahr so sehr Umlauerte begeben, dasses mit seiner Wiederkehr eine recht heilig-ungewisse Sache war»
Sie waren totenbleich und zitterten am Leibe, als sie von ein-ander Abschied nahmen. “Ade, fahr wohll“ so sagten sie und wagtennicht, noch einmal sich zu kuessen. Haetten sie zuvor nicht Suen-de mit einander getrieben, so haetten sie sich kuessen moegen;aber dann haette ja auch Wiligis nicht zu fahren brauchen* Ersagte:
“Das Kleine, unser drittes Geschwister, das haette ich wohlgern mit Augen noch gesehen. Ich kann nicht umhin, es mir be-zaubernd vorzustellen.“
“Gott weiss“, erwiderte sie ihm, “was unser Engel, Herr Eisen-grein, darueber beschliessen wird, wenn wir an die Bruecke kom-men. - Das Eine, Willo, versprech’ ich dir; Ich werde niemals ei-nem andern Manne angehoeren, als dir. Vermutlich darf ich’s gar-nicht, aber vor allen Dingen will ich es nicht.“
Vorher, versteht sich, kam das Treffen der Landbarone aufBurg Belrapeire und kam des Herzogs vorgesehriebene Rede an dieseHerren: Es habe, so jung er sei, sich doch schon so viel Suendebei ihm angesammelt, dass eine Fahrt zum Heiligen Grabe seinerSeele hoechlich not sei, uni sie sollten fuer die Frist seinesFernseins, kurz oder lang, seiner Schwester den Lehnseid leisten,dass sie ihre Herrin sei. Er befehle sie aber seinem Gurvenal,Herrn Eisengrein, zur Hand; der Treue dieses Besten befehle ersie, dass er ihr Beistand sei und sie von seiner Vtfasserburg des54