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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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Und er bedachte sich eine Heile mit sehr zusammengenommenerMiene.

"Was ich zu raten habe, weiss ich' 1 , sprach er sodann, "Dochsage ich den Rat nur unter der Bedingung, dass ihr im Voraus ver-sprecht, ihn ohne Fackeln und Feilschen zu befolgen."

Sie sagten:

"Wir werden es bestimmt."

"Ihr sollt, Herzog", sprach da der Ritter, "gleich alle, dieeuer Land verwalten, Jung und Alt, so Mage, Mann wie Dienstmann,und die eueren Vater berieten, kurz uns Besten alle, zu Hof ent-bieten und uns zu wissen tun, dass ihr um Gottes und euerer Suen-den willen (ich sage "Suenden" und nicht "Suende") beschlossenhabt, das Kreuz auf euch zu nehmen und zum Heiligen Grabe zufahren. Dann verlangt von uns mit Bitten, dass wir alle eurerSchwester den Lehnseid ablegen, damit sie das Land verwese so-lang* ihr immer fort seid, sei es selbst fuer immer. Denn Fahrtund Fahr sind nah verwandt, und moeglich ist ja, dass ihr nichtwiederkehrt, sondern auf der Fahrt den Leib darangebt, der widerGott gesuendigt, damit eure Seele desto eher zu Gnaden komme.

In diesem Falle, den ich halb begruessen und halb beklagen (tat-saechiich etwas mehr beklagen) wuerde, waere der Eidschwer nurdesto noetiger, damit diese unsere Herrin sei. Vor den Baronenallen sollt ihr sie meiner Treu* und Obhut anempfehlen, was ihnenwird Wohlgefallen muessen; denn unter ihnen bin ich der Ange-sehenste und Reichste, da mir alle Flachsfelder rund um Rous-selaere und Thorhout gehoeren, wofuer Gott allein der Ruhm ge«buehrt. Heim zu mir und meiner Frauen will ich die Jungfraunehmen und, das versprech* ich, ihr alle solche Fazilitaetenbieten, dass sie ohn' jedes Aufsehen Ihr Nefflein oder NIchtchen

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