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brochen, dass von Erbfolge ganz und garnicht die Rede mehr seinkann. Weil ihr die Schande fuerchtet, die euch droht, seh' icheuch weinen. Aber ob ihr so recht begreift, was ihr angestellthabt in der Welt, das wundert mich zu wissen. Groesste Unordnunghabt ihr angerichtet und eine Stockung der Natur, dass sie sowenig aus und ein weiss, wie ihr selber* Portpflanzen, nach Got-tes Willen, will sich das Leben, ihr aber habt gemacht, dass esauf der Stelle tritt, und habt mit einander ein drittes Geschwis-ter gepflanzt, oder wie man dies stockende Leben nennen soll.
Denn da der Vater der Mutter Bruder ist, ist er des Kindes Oheim,und die Mutter, da sie des Vaters Schwester, ist seine Base undtraegt ihr Nefflein oder Nichtlein unsinnig im Schoss herum.
Eine solche Unordnung und Konfusion habt ihr Unbedachten in dieGotteswelt gebrachtI"
Wiligis, der unterdessen aufgestanden und auch seinerSchwester behilflich gewesen war, sich zu erheben, sagte darauf:
"Gurvenal, wir sehen es ein. Wir sehen es alles schon vonselbst, noch besser aber mit Hilfe euerer Worte, nach seiner gan-zen schlimmen Artung ein. Nun aber, Herr, um Gottes willen, findeuns einen Rat, denn der ist unsaeglich dringend! Bald kommt dieZeit, da meine Schwester daniederliegt, und wo soll sie des Kin-des genesen, ohne dass aufkommt, dass wir auf der Stelle getre-ten? Was mich betrifft, so ueberlege ich, ohne euch vorgreifenzu wollen, ob ich nicht inzwischen, der Zurueckhaltung halber,fern von ihr ausser Landes wohnen soll."
"Ausser Landes?" fragte Herr Eisengrein. "Das ist, HerrHerzog, sehr mild gesagt, denn in den umliegenden Reichen derKristenheit wird -unter so beschaffenen Umstaenden keine Staettefuer euch sein. Lasst mich den Fall bedenken!"
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