nicht kommen kann. Nun flehe ich dich an, bekenne ihn miri 11
"Ach, Tor!" sprach sie mit Schluchzen, das Gesicht kaum vonden Armen lueftend. "Ach, Dummkopf, suess zur Nacht, doch voel-lig dumm bei Tage! Was fragst du? Da gibt es doch nur Eines,was mich so in Verzweiflung und Hoellenschrecken stuerzen kann,du aber kommst nicht drauf. 0 Willo, wie konntest du mir ver-hehlen, dass man vom eigenen Bruder wirklich zur Frau gemachtund Mutter werden kann? Ich habe das nicht gewusst und garnichtfuer moeglich gehalten. Nun aber ist’s am Tage, oder, wenn amTage noch nicht, muss es doch allernaechstens ruchbar werden, beinoch so weiten und faltig gerafften Kleidern, und wir sind beide,wir sind alle drei verloren!"
"Wie, waerst du gar -?"
"Natuerlich bin ich garl Was fraegst du? Schon lange binich das und trage in Noeten mein Geheimnis und deine Frucht.
EJ Deus, si forz pechiez m*appresset! Willo, Willo, wenn dugewusst hast, dass eine Magd gesegneten Leibes werden kann ohneGatten und Trauung, nur von dem Bruder, so hast du sehr uebel anmir getan, nebstbei auch an dir selbst und an unserm Kinde, fuerdas ja gar kein Platz ist in Gottes weiter Welt, ausser in meinerLiebe. Denn ich liebe es schon, in seiner Verworfenheit und Un-schuld, ueber alles, obgleich es, das arme, unsere Strafe ist.
Wie ich aber nicht wusste, dass man vom Bruder gesegneten, willsagen: verfluchten Leibes werden kann, so habe ich auch nie ge-wusst, dass man seine Strafe so lieben kann. Nichts will ichfortan tun, als beten, dass Gott unserm Kinde gnade, moegen wirauch beide dem Hoellenrost verfallen sein!'“
Bleich und zitternd stand da der j unge Schaecher, sank beiihr hin in seine Kniee und vermischte seinem Traenen mit den
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