Hand als Herzogspaar, und die Pagen huepften vor ihnen her. Dieaber blinzelten schon, sogar die Sarazenen, und da auch Hanegiffstrueber Tod nicht unbemerkt geblieben, war ein Gemunkel um sie amHofe, das zuweilen aufsprang in losen Reden. Denn Herr Wittich,ein Ritter mit schiefer Schulter und einem Schandmaul, sagte beiTische, Herzog Wiligis werde sich gewiss einmal Ruhm erwerben da-durch, dass er das Einhorn fange, wenn es entschlummert sei inseiner keuschen Schwester Schoss. Da wurde die wael'sche Blaesseder Jungherrin um einen Schatten bleicher, und ihr Bruder vergass,die Faust rechtzeitig unterm Tisch zu bergen: Alle sahen, wiesie sich auf dem Damast, die Knoechel ganz entfaerbend, peinlichzusammenballte,
Herr Eisengrein
Als nun aber einige Monate ins Land gegangen waren, bemerkteder Herzog eine grosse Verwirrung und Bestuerzung sowie Vergrae-mung an der Trauten, und ihre Gewohnheit, die sie mit ihm teilte,manchmal wie horchend seitlich aus dem Augenwinkel zu blicken,wurde stehend und staendig, also dass sie garnicht mehr andersblicken zu koennen schien, wobei noch ihre feinen Lippen schreck-haft offen waren*
"Was ist dir, Vriedel traut, du Einzige, Geliebte, was er-schreckt dich?"
"Nichts, geh."
Da dand er sie ueber einen Tisch geworfen, das Antlitz in denArmen vergraben, in Traenen ganz aufgeloest,
"Sibylla, jetzt musst du mir alles sagenJ Deinen Kummer stehich nicht laenger aus und zernartre mir den Sinn nach seinemGrunde, den ich nicht finde, und auf den ich beim besten Willen
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