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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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X,

Knie von einander zu trennen, die durchaus und unbedingt beisam-men bleiben wollen.

Auf einmal setzte da Hund Hanegiff sich auf die Schenkel undgab klaeglich Laut, indem er anfing, zum Gebaelk empor zu heulen,ganz wie wenn ein Hund zum Monde jammert, langgezogen, herz-brechend und aus tiefster Seele.

"Hanegiff, sei stilli rief Wiligis. "Er weckt die Leute!Untier, sei still und leg dich! 0, Teufelsbestie, wenn du nichtaufhoerst, mach* ich dich stumm!

Aber Hanegiff, sonst so gehorsam, heulte weiter.

Da sprang der Junker, wie er war, vom Bette wild und irrenach seinem Seitenmesser, packte den Hund und schnitt ihm dieKehle durch, dass er roechelnd verreckte, warf das Messer aufihn, dessen Blut der Sand des Estrichs trank, und kehrte trunkenzurueck zum Ort der andren Schande.

0 weh, der schoene, gute Hund! Hach meiner Meinung war esdas Schlimmste, was diese Nacht geschah, und eher noch verzeihich das andere, so unstatthaft es war. Aber es gehoerte wohlalles zusammen und war nicht hier mehr, dort weniger zu schelten,ein Gewoell von Liebe, Mord und Pleischesnot, dass Gott erbarm.Mich jedenfalls erbarmt es.

Sibylla fluesterte:

"Was hast du gemacht? Ich habe nicht aufgesehen, sondernmir die Decke ueber den Hopf gezogen. Es ist so still auf ein-mal, und du bist etwas nass.

Er sprach atemlos:

"Schon gut so weit, Anaclet, mein Leibknappe, ist mir holdund treu. Er wird frueh Ordnung schaffen, ihn verscharren undalle Spur vertilgen. Uns darf niemand fragen. Seit Grimald tot

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