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Der Erwählte : Roman
Entstehung
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Aber noch viele kristliche Reiche sind, deren Haeupter bis jetztnicht um sie geworben, und ihre schoenen Augen, schwarz mit blau-em Unterschein, ihre reizenden Nuestern und bluehender Leib, nichtzu vergessen das reiche Heiratsgut, das ich ihr ausgeschrieben,werden schon manche edlen Freier noch heranziehen, dess getroest*ich mich* Sorge aber auch du, dass du dich bald vermaehlst unddir den Sohn erzeugst, dem du einst die Herrschaft ansterbenkannst von Artois und Flandern* Hier steht so mancher Vetter,dem ichs mit einem Aug ansehe, dass all sein Hoffen der Knickungdes geraden Erbgangs gilt. So sprech ich, weil man dem Sterben-den ein wahres YJort nicht wehren darf. Bei den Hoefen, die ich

suendlich gekraenkt, kannst du nicht anfragen. Aber es gibt ja

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soviele noch, in Britanj e, Parmenien, Equitanien, Brabant unddeutschen Landen. Nun aber tut die linke Mundtasche mir weh vomReden, und ich muss ruhen. Gott spar* euch Leid. Ade. 11

Nachdem Herr Grimald dies gesprochen, lebte er nur einigeTage noch, dann traf der Tannewetzel ihn zum zweiten Mal, und erwar voellig tot; Starr und gelb, den Wachskerzen gleich, welcheseiner hohen Bare zuseiten brannten, lag er im Herzogsstaat,wenn auch dagegen ganz gleichgueltig, wie gegen das Erdenlebenueberhaupt, dem ewigen angehoerig, in der Burgkapelle, bis dassman ihn nach Ypern in den Dom zu seinem Weibe brachte, und Moen-che sprachen Flehgesaenge fuer seine Seele bei ihm die ganzeNacht. Nun aber ruf ich Ach und Wehe ueber diese Nacht, daHerzog Grimald kaum abgestorben und als Leichnam noch gegenwaer-tig, aber befriedet, ausgeschieden und als Vater nicht laengerzwischen den Geschwistern war. Denn nach Valandes argem Rat-schlag und zu seiner greulichen Lust, die sie trueglich fuerihre Dielten, wohnte in dieser selbigen Nacht der Bruder der

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