schoene Kind, die Schwester dein* Zu spaet erkenn’ ich, dassich mich ihrer Zukunft uebel angenommen und ueberhaeufe mich mitVorwuerfen deswegen, Vere, vere, so sollte ein Vater sich nichtverhalten.’ Auch gegen dich, ich weiss es, hab ich mich in gewis-sem Grade schuldig gemacht, indem ich durch uebergrosse Heiklich-keit bei der Wahl eines Gatten fuer dieses suesse Kind viel Unmutan den Hoefen gegen unser Haus geschaffen. Nicht anders kannich’s suehnen, als dass ich dir zuletzt noch im Beisein meinerLandbarone die besten vaeterlichen Lehren gebe, solange ich linksnoch sprechen kann,"
Und er sagte ihm alles, was schon sein eigener Vater zu ihmgesagt was geng’ und gaebe ist, und wovon er meinte, dass es insolcher Stunde sich zu sagen zieme.
"Sei gewaere und treu", so sprach er, "schatzgierig nicht,doch auch nicht von allzu freier Hand, demuetig im Stolz, leut-selig, doch exklusiv und streng auf adelige Moralitaet bedacht,gegen die Vornehmen stark und milde gegen die, welche um Brotam Fenster bitten! Die Deinen ehre, aber auch die Fremdensollst du dir anhaenglich und verbindlich machen. Ziehe dieGesellschaft betagter Weisheit derjenigen junger Narren vorlVor allem liebe Gott und richte nach seiner Gerechtigkeit. So-viel im Allgemeinen. Wie meine Seele aber befehle ich dir diese,deine schoene Schwester, dass du dich gegen sie als ritterlicherBruder bewaehrst und ihr nicht von der Seite gehst, bis du ihr,und zwar so bald wie moeglieh, einen ebenbuertigen Gemahl ge-funden, was ich dir leider durch meine suendliche Heiklichkeiterschwert. Die Fuersten, die schon um sie ersucht, die werdennicht wiederkommen, weder Graf Schiolarss noch Fuerst Plihopli-heri, noch all die andern, denn garzu unwirsch war ich zu ihnen.
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