so schlagend, daß alle taten, als hätten sie es ver-standen.
Im Hintergründe des Zimmers aber, auf derT>ttomane,nebenderdieniedrige, rotverhüllte Lampestand, saß im Gespräch mit dem jungen FräuleinStephens Gerda von Rinnlingen. Sie saß ein wenigin das gelbseidene Risten zurückgelehnt, einen Fußüber den anderen gestellt, und rauchte langsam eineZigarette, wobei sie den Rauch durch die Naseausatmete und die Unterlippe vorschob. FräuleinGrephens saß aufrecht und wie aus Holz geschnitztvor ihr und antwortete ängstlich lächelnd.
Niemand beachtecedenkleinen Herrn Lriedemann,und niemand bemerkte, daß seine großen Augen ohneUnterlaß aufFrau von Rinnlingen gerichtet waren.In einer schlaffen Haltung saß er und sah sie an.Es war nichts Leidenschaftliches in seinem Blickund kaum ein Schmerz; etwas Stumpfes und Toteslag darin, eine dumpfe, kraft- und willenlsseHingabe.
Zehn Minuten etwa vergingen so; da erhob Frauvon Rinnlingen sich plötzlich, und ohne ihn anzu-blicken, als ob sie ihn während der ganzen Zeitheimlich beobachtet hätte, schritt sie auf ihn zu undblieb vor ihm stehen. Er stand auf, sah zu ihr indie Höhe und vernahm die Morre:
„Haben Sie Lust, mich in den Garten zu begleiten,Herr Lriedemann?"
Er antwortete:
„Mir Vergnügen, gnädige Frau."